E-Zigarette

Worterklärung "Elektrische Zigarette":

Nahezu jede auf dem freien Markt erhältliche elektrische Zigarette, auch E-Zigarette, rauchlose Zigarette oder elektronische Zigarette genannt, ist ein Gerät zum Inhalieren verdampfter Flüssigkeit an Stelle von Zigarettenrauch. Diese Flüssigkeit wird Liquid genannt. Der Dampf ähnelt in Konsistenz und sensorischer Wirkung dem Tabakrauch. Im Gegensatz zum Rauchen findet jedoch keine Verbrennung statt.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung existieren zwei unterschiedliche Systeme, welche beide mit dem Begriff "elektronische Zigarette" benannt werden:

- elektronische Zigaretten, die Liquids vernebeln und
- elektronische Zigaretten mit Tabakerhitzung.

E-Zigaretten, die Liquids vernebeln
Nahezu alle auf dem freien Markt erhältlichen elektrischen Zigaretten beruhen auf dem Verdampfungsprinzip und bestehen aus einem Akku und einem Verdampfer. Akkus und Verdampfer werden in unterschiedlichen Bauformen angeboten. Ungeregelte Akkus, wie zum Beispiel die der eGo Serie, sind weit verbreitet. Bei den regelbaren Akkuträgern kann die Spannung und damit die Leistung bei gleichbleibendem Widerstand angepasst werden.

Verdampfer gibt es entweder als Einwegprodukt, oder zum Wiederverwenden. Bei den sogenannten Selbstwickelverdampfern kann die Heizspirale (mit, oder ohne Glasfaserverwendung) selbst hergestellt werden.

Die zu verdampfende Flüssigkeit, das Liquid, gelangt durch die Kapillarwirkung eines Dochtes aus Metall- und/oder Glasfasergeflecht von einem Tank zu einer kleinen Heizspirale. Diese schaltet man je nach Modell entweder durch Tastendruck oder automatisch mittels eines Unterdruckschalters beim Ziehen ein. Die Verdampfer leisten typischerweise 7–12 Watt. Die sehr kleinen Akkus älterer Modelle und besonders sogenannter Mini-E-Zigaretten – meist um 300 mAh – schränkten die Nutzungsdauer stark ein. Moderne Systeme besitzen größere Akkus (650 bis 2500 mAh) und teilweise eine elektronische Leistungsanpassung, sodass sie bei normaler Nutzung etwa ein bis 4 Tage lang ohne Aufladung betrieben werden können.

Die E-Zigarette gibt es in unterschiedlichen Bauformen. Größere Modelle bieten oft einen Tank für über einen Milliliter Dampflösung (Liquid). Kleinere ahmen in Aussehen und Größe Zigaretten nach, müssen aber öfter mit Dampflösung (Liquid) wiederbefüllt werden, da sie zumeist kleinere Depots (zum Teil aus Watte) enthalten.

Eine wissenschaftliche Untersuchung zeigt Unterschiede der Funktionseigenschaften zwischen verschiedenen Geräten.

E-Zigaretten mit Tabakerhitzung
In dieser speziellen Art der elektrischen Zigarette wird eine spezielle Zigarette über eine Heizspirale bis knapp unter die Verbrennungstemperatur erhitzt, sodass fast dieselben Inhaltsstoffe wie beim Rauchen einer Zigarette freigesetzt werden. Es entsteht bei dieser Zigarette 80-90 % weniger Passivrauch, allerdings befindet sich im produzierten Rauch mehr als doppelt soviel Formaldehyd als in einer normalen Zigarette. Wirtschaftlich konnte sich diese Form der E-Zigarette nicht durchsetzen.

Verbrauchsstoff (Liquid)
Die zu verdampfende Flüssigkeit wird Liquid genannt und besteht aus Propylenglykol, Glycerin, Lebensmittelaromen und zu geringen Teilen aus Wasser. Als Trägerflüssigkeit fungiert zum größten Teil Propylenglykol, welches als Lebensmittelzusatzstoff E 1520 zugelassen ist. Es sind Liquide mit Nikotin in verschiedener Stärke erhältlich, aber auch nikotinfreie und nicht aromatisierte Liquide. Der Dampf der Flüssigkeit erzeugt das sensorische Gefühl des Rauchens. Liquide sind sowohl in sofort benutzbaren Kartuschen (englisch Cartridge), als auch größeren Mengen zum Nachfüllen von Depots und Tanks, oder zum direkten Träufeln auf den Verdampfer erhältlich.

(Quelle: Wikipedia/Elektrische Zigarette / CC BY-SA 3.0)